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Datenspuren vermeiden

Auf dieser Seite finden Sie Grundregeln zum Vermeiden von Datenspuren im Internet.

In diesem Kapitel unterscheiden wir zwischen Datenspuren welche auf fremden Seiten (z.B. Communities) oder auf der eigenen Webpräsenz hinterlassen werden.

Auf fremden Seiten


Auf der eigenen Seite

 

Stellen Sie auf Seiten Dritter Daten ein so haben Sie dort am wenigsten Kontrolle darüber, was mit diesen geschieht. Deshalb sollten Sie mit Ihren Angaben sehr bedacht umgehen.

Bei der Wahl des Benutzernamens sollten Sie nie Ihren echten Namen verwenden (z.B. Max Mustermann). Auch sollten Sie nicht Ihre Initialen verwenden und mit weiteren Informationen über Sie verknüpfen (im unteren Beispiel das Geburtsdatum und der Wohnort).

Geeigneter sind so genannte "Nicknames" also Fantasienamen die keine Rückschlüsse auf Ihre Person zulassen.

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Bei der Wahl der E-Mail Adresse gibt es einige Grundregeln zu beachten.

So ist es ratsam sich nie mit einer geschäftlichen E-Mail Adresse zu registrieren.

Des Weiteren sollten Sie keine Adresse Ihrer eigenen Homepage, also weder eine E-Mail Adresse die auf den Namen der Homepage lautet, noch die Webadresse der Seite an sich, angeben. Denn die Angabe dieser Internetadresse ermöglicht es, Ihren Namen und Ihre Anschrift problemlos herauszufinden.

Nach dem Telemediengesetz ist jeder Webseitenbetreiber verpflichtet, ein Impressum mit vollständigem Namen und Anschrift zu veröffentlichen, was bedeutet, dass jeder der Ihre Webadresse kennt, diese Angaben auch nachlesen kann.

Aber auch wenn das Impressum nicht auf den ersten Blick zu finden oder gar nicht vorhanden ist, gibt es einen schnellen und einfachen Weg an diese Daten zu gelangen: Die so genannten WHOIS-Abfrage (engl. „who is“= wer ist) bei der man lediglich den Domainnamen (z.B. netzausglas.de) eingibt und umgehend den Besitzer dieser Domain erhält. (Ein sehr nützliches WHOIS-Tool wird von heise.de angeboten)

Bei ebay kann man gezielt nach Benutzernamen oder E-Mail Adressen suchen und erhält das dazu passende ebay-Profil mit Angaben zu den Verkäufen und Bewertungen.

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Ebenso ist es von großer Wichtigkeit für Ihre Anonymität keine persönlichen Angaben zu machen. Beispielsweise mit der Telefonnummer ist es möglich über die sog. Rückwärtssuche Name und Anschrift zu erfahren.

Google lässt sich auch nach bestimmten Messenger-Kontaktdaten durchsuchen, so zum Beispiel nach ICQ-Nummern oder MSN-Adressen. Als Ergebnis einer solchen Suche erscheinen alle öffentlichen Profile, Gästebuch- und Foreneinträge, die diese Daten enthalten. Auch lassen sich zu einer bestimmten Nummer auf icq.com weitere Informationen anzeigen (zum Beispiel Vollname, Anschrift, Alter, Hobbys etc)

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Beim Hinterlassen eines Beitrags in einem Gästebuch, Forum oder Blog gilt das Gleiche wie bei einer Anmeldung bei einem Onlinedienst. Denn auch hier kann möglicherweise alles Eingegebene später per Suchmaschine gefunden werden. Deshalb sollten Sie Nachrichten nur unter Pseudonym hinterlassen (auch in der Nachricht selbst!).

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Melden Sie sich bei Portalen wie zum Beispiel StudiVZ oder facebook an, kann Ihre Profilseite mit sämtlichen Inhalten (Persönliches, Lehrveranstaltungen, Fotos, Freunde, Gruppen etc.) von jedem anderen Mitglied eingesehen werden.

Dieses Mitglied kann durchaus auch ihr potentieller Arbeitgeber sein!

Aus diesem Grund sollten Sie Ihre Einstellungen sehr bedacht wählen.

Besonders diese Optionen sollten Sie beachten:

  • Wer darf mein vollständiges Profil sehen?
  • Wer darf mich auf Fotos verlinken?
  • Was ist auf meinem eingeschränkten Profil zu sehen?
  • Wer darf meine Kontaktdaten sehen?
  • Wer kann sehen, dass ich online bin?

Bei StudiVZ können Sie diese Einstellungen unter studivz.net/Privacy vornehmen.
Bei Facebook unter facebook.com/Privacy

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Die wohl wichtigste Regel ist bei verschiedenen Diensten immer andere Daten anzugeben. In unserem unteren Beispiel wurden zwar verschiedene Benutzernamen gewählt, diese lassen sich jedoch über die E-Mail-Adresse verknüpfen. (Es könnte ebenso die gleiche Homepage oder ICQ-Nummer o.ä. sein)

Das heißt: Melden Sie sich bei einem neuen Dienst an, verwenden Sie immer andere Daten zum anmelden!

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Laden Sie Bilder oder Videos auf fremden Seiten hoch (z.B. auf sog. Imagehoster oder auf Videoportale) achten Sie unbedingt darauf, dass Sie die Bilder/Videos nachträglich noch löschen können. Außerdem sollten Sie einschränken, welcher Benutzerkreis auf Ihre Bilder und Videos Zugriff hat. Diese Einstellungen sind meist nach Anmeldung möglich.

Achtung: Trotz der Einschränkung können Sie das Bild per Adressangabe (z.B. http://xy.de/bild.jpg) weiterverbreiten. Geben Sie diese Adresse bekannt, kann Sie von jedem aufgerufen werden, ohne Einschränkung. Auch wenn Sie diese Bilder irgendwann wieder löschen, so können diese noch immer bei Besucher auf dem PC lokal gespeichert sein und neu hochgeladen werden! Ähnliches gilt auch für Videos.

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Auf der eigenen Seite

Hier wird beschrieben, wie Sie möglichst wenig Datenspuren auf Ihrer eigenen Seite hinterlassen.

Dieser Abschnitt setzt einige Grundkenntnisse im Bereich Internet und Webseitenerstellung voraus. Bitte beauftragen Sie ggf. Ihren Webmaster mit der Ausführung folgender Vorschläge.

 

 

Eine Möglichkeit zu kontrollieren, welche Bereiche Ihrer Website von Webcrawlern, den Suchprogrammen der Suchmaschinen, besucht werden, ist das Erstellen einer robots.txt Datei

Diese Text Datei befindet sich auf Ihrem Server und kann beispielsweise mit Notepad (dem Windows Texteditor) erstellt werden. Dort befinden sich Anweisungen für die Suchmaschine, welche Inhalte Ihrer Seite durchsucht bzw. nicht durchsucht werden dürfen. Die großen Suchmaschinen halten sich an diese Anweisungen. Es gibt jedoch keine Garantie dafür, dass Sie von z.B. E-Mail-Harvester (Suchmaschinen, die das Web nach E-Mail Adressen absuchen um Werbespam zu versenden.)berücksichtigt werden.

Die folgende Grafik zeigt, dass sich die führenden Suchmaschinen an die Anweisungen der robots.txt halten. "SpamCrawler" steht stellvertretend für alle Suchprogramme welche die robots.txt einfach ignorieren.

Beachten Sie auch: Die Anweisungen in einer robots.txt richten sich nur an Webcrawler, nicht an Browser (z.B. Firefox o. Internet Explorer). Besucher Ihrer Website können also trotzdem alle Bereiche betrachten. Möchten Sie dies verhindern, erstellen Sie einen passwortgeschützten Bereich.

 

[+]mehr Informationen zum Thema robots.txt einblenden

 

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Die effektivste Methode um Suchmaschinen von bestimmten Seiten fern zu halten, ist das Erstellen von passwortgeschützten Bereichen auf Ihrer Seite.

Auf diese Seiten können Suchmaschinen nicht zugreifen und somit auch nicht in Ihre Suchdatenbank aufnehmen. Verschiedene Möglichkeiten solch einen sicheren Bereich zu erstellen finden Sie unter meine-erste-homepage.com.

Ein Anwendungsbeispiel sehen Sie unten. Hier wurde der Bereich Lebenslauf mit einem Passwort geschützt. Die Login-Daten sind zwar für jeden frei zugänglich, diese Informationen können jedoch nicht von Suchmaschinen interpretiert werden.

Bedenken Sie jedoch, dass eine Passwortabfrage die Benutzerfreundlichkeit Ihrer Seite womöglich einschränkt.

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Alle Informationen, die als Bild dargestellt werden, können von Suchmaschinen nicht interpretiert werden. Dies können Sie sich zu Nutze machen und Informationen (z.B. Textstellen) die Sie unauffindbar gestalten wollen als Bild einbinden.

Dabei ist zu beachten, dass Sie der Bilddatei keinen aussagekräftigen Namen geben. Ebenso sollten Sie auf den alt-Tag (also die Bildbeschreibung) ganz verzichten. Stellen Sie zusätzlich sicher, dass Sie per robots.txt den Zugriff auf Bilder unterbinden.

Bitte beachten Sie, dass diese Methode sehbehinderte Mensche beeinträchtigt, da diese Texte nicht von speziellen Programmen als Sprache ausgegeben werden können. Somit kann die Barrierefreiheit nicht gewährleistet werden kann.


Impressum als Bild oder Flash: Beachten Sie außerdem, dass eine Impressumsangabe als Bildelement laut "Law Podcasting" von der Rechtsprechung wahrscheinlich als Rechtswidrigkeit angesehen wird. Ein Impressum als Flashelement sei derzeit Rechtswidirg. [6]

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Quellenabgabe (Die Seiten wurden alle am 10.02.2008 aufgerufen):

[1] http://www.heise.de/newsticker/meldung/87528
[2] http://www.tecchannel.de/kommunikation/news/1709321/
[3] http://www.bdu.de/presse_387.html
[4] http://www.heise.de/tp/r4/artikel/14/14940/1.html
[5] http://de.wikipedia.org/wiki/Reputation
[6] http://www.law-podcasting.de/pflichtangaben-auf-homepages-mittels-grafik-
oder-flash-rechtlich-ausreichend-teil-2

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